Kategorie: 2011

Der EHC Finning nahm zum ersten Mal bei einem Zwei-Tages
Turnier in Klatovy (Tschechien) teil. Zwölf Spieler inklusive Torwart wollten
sich mit einigen bisher unbekannten Mannschaften in einem durchweg sehr gut organisierten
Turnier messen.

Die Anreise am Freitag gestaltete sich problemlos, am Abend
wurde das Hotel bezogen. Samstags morgens fand das erste Spiel statt. Der
Gegner (Bus-Bar Erding) stellte sich aber als Bezirksligawürdige Mannschaft
heraus und war komplett mit ehemaligen Verbandsspielern gespickt. Folgerichtig
ging man mit 0 : 10 vom Feld. Der zweite Gegner (eine Mannschaft aus Klatovy:
Mala Viska) spielte außer Konkurrenz, da der eigentliche Gruppengegner
kurzfristig nicht angetreten war. Dieses Spiel verlor man ebenfalls, aber nur
mit 0 : 1. Die Spiele der Vorrunde und der Qualifikation dauerten je 25 Minuten
ungestoppt.

Als „zweiter“ der Gruppe begab man sich am Abend ins
Qualifikationsspiel um das Platzierungsspiel um den 5. Platz. Dieses wurde gegen
eine Mannschaft aus Südtirol (St. Georgen) ausgetragen. Diese Mannschaft gefiel
nicht nur durch ihr Spiel, sondern auch durch ihren guten Trikotgeschmack. So
hatten die Trikots das Aussehen eines rot-weiß karierten Hemdes und einer
Lederhosen. Dieses Bild wurde komplettiert durch Überhosen in Lederhosenoptik
und Stutzen in Hautfarbe mit „Wadlstrümpf“ – sensationell. In einem engen Spiel
konnten sie sich aber mit 0 : 1 durchsetzen und so musste der EHC am Sonntag um
den 7. Platz kämpfen.

Das Spiel fand gegen die Marktoberdorfer Tigers statt, war
also ein Lokalderby. Diese gingen durch einen Konter früh mit 0 : 1 in Führung.
Der EHC bäumte sich auf, schaffte es aber erst in der 11. Minute der zweiten
Halbzeit (Spielzeit: 2 x 20 min ungestoppt) den ersten Turniertreffer durch
einen Schuss von Markus Sedlmayr zu erzielen. In der Folge hatte Florian Gall
mit einem Penalty die Chance den EHC in Führung zu bringen, vergab jedoch. Das
1 : 1 hielt bis zum Ende des Spiels trotz dreier letzter Minuten in 3 gegen 5
Unterzahl. Also musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort erzielte Björn
Heidrich den Siegtreffer, während der Finninger Goalie alle Penalties des
Gegners parieren konnte. Die Freude war natürlich groß, endlich einen Sieg
errungen zu haben.

Danach machte man sich müde auf den Heimweg, der das
Wochenende nur durch eine Autopanne etwas trübte.

Im Hinspiel hatte der EHC nach starker erster Halbzeit und einer 3:0
Führung noch 3:5 verloren. Entsprechend viel hatten sich die Spieler für
das Rückspiel vorgenommen.

Doch nach wenigen Minuten waren die
guten Vorsätze ein erstes Mal vergessen. Markus Sedlmayr wurde von
seinen Vorderleuten allein gelassen und die NoNames erzielten wenige
Minuten nach Spielbeginn das 1:0.

Dass die Moral beim EHC diese
Saison aber intakt ist bewiesen die anwesenden Spieler im weiteren
Verlauf des Spiels. Mit sehenswerten Kombinationen und auch viel Kampf
und Engagement gelang es den NoNames Parolizu bieten. So konnte der EHC
nach dem Ausgleich weiter davon ziehen und zur Halbzeit auf 4:1 erhöhen.

Nach
der Pause versuchten die NoNames noch mal alles, der EHC schaffte es
jedoch durch Tempo die NoNames im eigenen Drittel einzuschnüren. Die mit
wenigen Spielern angetretenen NoNames hatten dem nach kurzer Zeit
nichts mehr entgegen zu setzen. Schließlich fielen einige weitere Tore
für den EHC. Die Torschützen waren Daniel Pichazcek, Alex Spengler,
Reiner Rösler, Manfred Nigl, Markus Sedlmayr und Florian Gall, der den
zehnten Treffer für den EHC erzielte.

Nach dem 10:1 konnten die
NoNames noch einen Konter abschließen und das 10:2 erzielen, Rainer
Lehmann im Tor der NoNames zeichnete sich noch durch zwei Paraden aus
und verhinderte weitere Treffer.

Zusammenfassend kann man sagen,
dass es der EHC endlich einmal geschafft hat ein komplettes Spiel
konzentriert und druckvoll zu absolvieren. Der Sieg war somit der
verdiente Lohn und geht auch in der Höhe in Ordnung!

Zum dritten Mal diese Saison ging es gegen Utting, bisher
hatte man zwei Niederlagen hinnehmen müssen.

Das Spiel startete schon mal schlecht, als die Uttinger in
Führung gingen, indem sie einen Abpraller verwerten konnten. In einem absolut
ausgeglichenen Spiel konnte schließlich Daniel Piechaczek im Alleingang den
zwischenzeitlichen 1 : 1 Ausgleich markieren. Das Spiel ging weiter hin und her
und durch einen Glückstreffer gingen die Uttinger erneut in Führung. Quasi mit
dem Pausenpfiff konnte aber noch Rainer Rösler über die Fanghand ins lange Eck
einnetzen und wiederum den Ausgleich herstellen.

In der zweiten Hälfte hatte der EHC schon zu Beginn die
Chance mit sehr guten Einschussmöglichkeiten in Führung zu gehen. Jedoch
erlahmte dieser Ansturm und wieder waren es die Uttinger, die aus dem Gedränge
glücklich die Lücke zur Führung fanden. Davon aber nicht beeindruckt setzte der
EHC nach – zu ausgeglichen waren die Mannschaften aufgestellt. Noch einmal war
Daniel Piechaczek erfolgreich – ins gleiche Eck wie Rainer Rösler zuvor.

So endete das Spiel leistungsgerecht 3 : 3. Nun warten nur
noch zwei Spiele vor dem Ende der Saison.

Mit einem weiteren Sieg wollte sich der EHC vom letzten
Tabellenplatz weiter distanzieren, entsprechend konzentriert ging man in die
Partie.

Die Blue Dragons legten wie erwartet wie die Feuerwehr los
und spielten sehr körperbetont, was den Spielern des EHC gar nicht schmeckte.
Das war aber bekannt, man blieb ruhig und schon bald ließ das anstrengende
Spiel der Dragons nach. Dennoch konnten sie durch einen unglücklich
abgefälschten Schuss mit 0 : 1 in Führung gehen. Den nachlassenden Dragons
begann nun der EHC sein Spiel aufzudrängen und kam immer häufiger zu
Einschussgelegenheiten. Schließlich brach Jürgen Hohenester den Bann und glich
aus. Kurz vor der Pause erzielte Björn Heidrich die verdiente EHC – Führung
nach schönem Zuspiel von Florian Gall.

Nun wollte man das Heft nicht mehr aus der hand geben,
obwohl es die Dragons wieder mit einem Stumlauf versuchten, der jedoch noch
früher abflaute als in Halbzeit eins. Ursache war das 3 : 1 im Nachfassen durch
Stefan Freytag. Björn Heidrich legte noch einmal nach und erhöhte zum 4 : 1.
Nun versuchten die Dragons mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen, verloren
aber meist schon im Mittelabschnitt die Scheibe. In Überzahl machte dann Rainer
Rösler durch ein perfekt getimetes Zuspiel von Alex Spengler das 5 : 1. Und
auch Stefan Freytag legte noch einmal zum 6 : 1 nach. Damit war der Drops
gelutscht, die Dragons wechselten den Torwart und das Spiel lief dem Ende
entgegen ohne weitere nennenswerte Ereignisse.

Konzentriert kam man zum Erfolg und konnte sehr schön
ausnutzen, dass der Gegner kein vernünftiges Zusammenspiel anbringen konnte und
man machte die eigenen Chancen zu Toren.